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Donnerstag, 9. September 2010
Im Boden könnten Kampfmittel liegen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 8. Januar 2010

dreizinnen1-kl.jpgBAUMPFLANZUNG Grünstreifen befindet sich auf Gelände des alten Militärflughafens

Brück. Mehr als 30 Bäume sind vor gut einem Jahr auf dem Grünstreifen im Bereich der Hans-Schulten-Straße und des Rather Kirchweges gefällt worden. Da die damals zugesagten Ersatzbäume bislang allerdings noch nicht gepflanzt worden sind, fragte die Fraktion der Grünen in der Kalker Bezirksvertretung nach.

Die Bäume waren gefällt worden, weil sie "aufgrund von Beschädigungen und Wurzelwerkzerstörung so sehr geschwächt waren, dass die Standsicherheit gefährdet war", hieß es in der Antwort der Verwaltung. Aus Gründen der Verkehrssicherheit seien die Fällungen dringend notwendig gewesen.

 

Noch wurden keine neuem Bäume gepflanzt, weil sich herausgestellt hatte, dass das Entfernen der Wurzeln gefährlich werden könnte. Denn der Grünbereich befindet sich auf dem Gelände des einstigen, noch von den Nationalsozialisten genutzten Militärflughafens Köln-Ostheim. "Das Gebiet war ein ehemaliges Flugfeld mit Landebahn", hieß es. Daher muss die Verwaltung zunächst noch den Kampfmittelräumdienst einschalten.

Falls der schnell reagiere, so wurde den Bezirksvertretern mitgeteilt, könnten die Ersatzbäume im kommenden Frühjahr gepflanzt werden. Während Karin Schmidt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sich enttäuscht zeigte, "dass sich das alles so lange hinzieht", forderte CDU-Kollege Jürgen Schuiszill ein Konzept: "Bevor gepflanzt wird, hätten wir gerne eine genaue Planung." Weniger strittig waren dagegen die städtischen Planungen, den Bestand an Buchen, Eichen, Ahornbäume, Pappeln, Birken und anderen Baumarten in einigen Waldgebieten des Bezirks auszudünnen.

 

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So sollen stabile Waldbestände aufgebaut werden. Insgesamt werden im Kalker Stadtbezirk rund 76 Hektar durchforstet und gelichtet - vor allem im Bereich der Brücker Hardt am Wildgehege, in der Brücker Heide sowie entlang der Straßen Im Langen Bruch und am Bucheckernweg an der Grenze zu Nachbargemeinde Refrath
In Ostheim werden weitere Bäume im Bereich des Vingster Bergs und entlang des Vingster Ring gefällt. Im Gremberger Wäldchen soll das Gebiet in der rund um die Kleingartenanlagen am Gremberger Ring durchforstet werden. Die Kosten will die Verwaltung zum Teil durch den Verkauf des gefällten Bäume an die Holz verarbeitende Industrie decken. Auch Privatleute dürfen sich am Brennholz bedienen. Wer sich bei dem jeweils zuständigen Förster einen so genannten Holzleseschein - er kostet zwischen 15 und 60 Euro - besorgt, darf im Wald Abfall-Hölzer einsammeln.

 

Artikel von Norbert Ramme aus dem Kölner-Stadt-Anzeiger vom 7. Januar 2010

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