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BAUMPFLANZUNG Grünstreifen befindet sich auf Gelände des alten Militärflughafens
Brück. Mehr als 30 Bäume sind vor gut einem Jahr auf dem Grünstreifen
im Bereich der Hans-Schulten-Straße und des Rather Kirchweges gefällt worden. Da
die damals zugesagten Ersatzbäume bislang allerdings noch nicht gepflanzt worden
sind, fragte die Fraktion der Grünen in der Kalker Bezirksvertretung nach.
Die
Bäume waren gefällt worden, weil sie "aufgrund von Beschädigungen und
Wurzelwerkzerstörung so sehr geschwächt waren, dass die Standsicherheit
gefährdet war", hieß es in der Antwort der Verwaltung. Aus Gründen der
Verkehrssicherheit seien die Fällungen dringend notwendig gewesen.
Noch wurden keine neuem Bäume gepflanzt, weil sich herausgestellt hatte, dass
das Entfernen der Wurzeln gefährlich werden könnte. Denn der Grünbereich
befindet sich auf dem Gelände des einstigen, noch von den Nationalsozialisten
genutzten Militärflughafens Köln-Ostheim. "Das Gebiet war ein ehemaliges
Flugfeld mit Landebahn", hieß es. Daher muss die Verwaltung zunächst noch den
Kampfmittelräumdienst einschalten.
Falls der schnell reagiere, so wurde den Bezirksvertretern mitgeteilt, könnten
die Ersatzbäume im kommenden Frühjahr gepflanzt werden. Während Karin Schmidt,
Fraktionsvorsitzende der Grünen, sich enttäuscht zeigte, "dass sich das alles so
lange hinzieht", forderte CDU-Kollege Jürgen Schuiszill ein Konzept: "Bevor
gepflanzt wird, hätten wir gerne eine genaue Planung." Weniger strittig waren
dagegen die städtischen Planungen, den Bestand an Buchen, Eichen, Ahornbäume,
Pappeln, Birken und anderen Baumarten in einigen Waldgebieten des Bezirks
auszudünnen.
So sollen stabile Waldbestände aufgebaut werden. Insgesamt werden im Kalker
Stadtbezirk rund 76 Hektar durchforstet und gelichtet - vor allem im Bereich der
Brücker Hardt am Wildgehege, in der Brücker Heide sowie entlang der Straßen Im
Langen Bruch und am Bucheckernweg an der Grenze zu Nachbargemeinde Refrath
In Ostheim werden weitere Bäume im Bereich des Vingster Bergs und entlang des
Vingster Ring gefällt. Im Gremberger Wäldchen soll das Gebiet in der rund um die
Kleingartenanlagen am Gremberger Ring durchforstet werden. Die Kosten will die
Verwaltung zum Teil durch den Verkauf des gefällten Bäume an die Holz
verarbeitende Industrie decken. Auch Privatleute dürfen sich am Brennholz
bedienen. Wer sich bei dem jeweils zuständigen Förster einen so genannten
Holzleseschein - er kostet zwischen 15 und 60 Euro - besorgt, darf im Wald
Abfall-Hölzer einsammeln.
Artikel von Norbert Ramme aus dem Kölner-Stadt-Anzeiger vom 7. Januar 2010
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