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In übelster Fäkalsprache haben drei hochalkoholisierte Jugendliche andere Fahrgäste in einer Bahn der Linie 1 beschimpft. Dann schlugen sie einen Jungen und bedrohten eine junge Frau, die dem Opfer geholfen hatte.
Gegen 17.00 Uhr alarmierte am Freitag eine Zeugin aus einer Bahn der Linie 1 die Leitstelle der Polizei: "Hier berauben gerade drei Jungs einen kleineren, augenscheinlich jüngeren Jugendlichen!"
Eine eingesetzte Streifenwagenbesatzung stellte das Trio (15 und 16 Jahre) an der Haltestelle Kalk-Post.
Die Zeugin gab an, die Jugendlichen hätten bereits auf Höhe der
Haltestelle Lustheide in Refrath herumgepöbelt. In der Bahn umringte
das Trio nach Angaben der 22-Jährigen sein Opfer, schlug den Jungen und
forderte schreiend die Herausgabe von Gegenständen. Die Sachen wurden
dem Jungen jedoch offenbar wieder zurückgegeben.
Als die Zeugin an der Haltestelle Flehbachstraße dem weinenden
Geschädigten half, auszusteigen, wurde sie von dem Trio geschubst und
übel beleidigt. Die Jugendlichen ließen erst von ihr ab, als sie mit
der Polizei drohte.
Die Jugendlichen zeigten sich auch gegenüber den Polizeibeamten und
vorbeigehenden Passanten aggressiv. Die klare Ansage eines Beamten,
während der Personalienaufnahme nicht zu telefonieren, ignorierte der
15-Jährige demonstrativ. Als der Polizist dem Jugendlichen daraufhin
sein Handy abnehmen wollte, fiel ihm einer der 16-Jährigen in den Arm.
Alkoholtests ergaben bei dem 15-Jährigen 1,0 Promille, seine
16-jährigen Freunde "brachten es auf jeweils" 1,62 Promille. Die beiden
Älteren mussten daraufhin Blutproben abgeben. Bei der Durchsuchung
eines der 16-Jährigen fand sich ein Handy. Dessen Überprüfung ergab,
dass das Mobiltelefon im Oktober vergangenen Jahres seinem Eigentümer
geraubt worden war.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die 16-Jährigen
schon früher Fahrgäste auf das Übelste angepöbelt und aggressiv
angeschrieen hatten. Wegen Raubes, Beleidigung und Widerstands gegen
Vollstreckungsbeamte müssen sich die aus dem Bergischen stammenden
Jugendlichen nun verantworten.
Das ermittelnde Kriminalkommissariat 14 bittet zudem den noch
unbekannten, geschädigten Jugendlichen, der an der Flehbachstraße
ausgestiegen war, sich unter Tel.-Nr. 0221/229-0 zu melden. (ksta)
Artikel aus Kölner-Stadt-Anzeiger online vom 2. Februar 2010
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