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Donnerstag, 9. September 2010
Betrunkene Jugendliche pöbeln in der Straßenbahn PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 3. Februar 2010

fahrradboxen-kvb.jpgIn übelster Fäkalsprache haben drei hochalkoholisierte Jugendliche andere Fahrgäste in einer Bahn der Linie 1 beschimpft. Dann schlugen sie einen Jungen und bedrohten eine junge Frau, die dem Opfer geholfen hatte.

Gegen 17.00 Uhr alarmierte am Freitag eine Zeugin aus einer Bahn der Linie 1 die Leitstelle der Polizei: "Hier berauben gerade drei Jungs einen kleineren, augenscheinlich jüngeren Jugendlichen!"

Eine eingesetzte Streifenwagenbesatzung stellte das Trio (15 und 16 Jahre) an der Haltestelle Kalk-Post.
Die Zeugin gab an, die Jugendlichen hätten bereits auf Höhe der Haltestelle Lustheide in Refrath herumgepöbelt. In der Bahn umringte das Trio nach Angaben der 22-Jährigen sein Opfer, schlug den Jungen und forderte schreiend die Herausgabe von Gegenständen. Die Sachen wurden dem Jungen jedoch offenbar wieder zurückgegeben.

Als die Zeugin an der Haltestelle Flehbachstraße dem weinenden Geschädigten half, auszusteigen, wurde sie von dem Trio geschubst und übel beleidigt. Die Jugendlichen ließen erst von ihr ab, als sie mit der Polizei drohte.

Die Jugendlichen zeigten sich auch gegenüber den Polizeibeamten und vorbeigehenden Passanten aggressiv. Die klare Ansage eines Beamten, während der Personalienaufnahme nicht zu telefonieren, ignorierte der 15-Jährige demonstrativ. Als der Polizist dem Jugendlichen daraufhin sein Handy abnehmen wollte, fiel ihm einer der 16-Jährigen in den Arm.

Alkoholtests ergaben bei dem 15-Jährigen 1,0 Promille, seine 16-jährigen Freunde "brachten es auf jeweils" 1,62 Promille. Die beiden Älteren mussten daraufhin Blutproben abgeben. Bei der Durchsuchung eines der 16-Jährigen fand sich ein Handy. Dessen Überprüfung ergab, dass das Mobiltelefon im Oktober vergangenen Jahres seinem Eigentümer geraubt worden war.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die 16-Jährigen schon früher Fahrgäste auf das Übelste angepöbelt und aggressiv angeschrieen hatten. Wegen Raubes, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte müssen sich die aus dem Bergischen stammenden Jugendlichen nun verantworten.

Das ermittelnde Kriminalkommissariat 14 bittet zudem den noch unbekannten, geschädigten Jugendlichen, der an der Flehbachstraße ausgestiegen war, sich unter Tel.-Nr. 0221/229-0 zu melden. (ksta)

 

Artikel aus Kölner-Stadt-Anzeiger online vom 2. Februar 2010

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