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Auf dem 43 Hektar großen Gelände soll ein neues Freizeitparadies entstehen
Wasserski auf dem Baggersee - das soll künftig zwischen Rath-Heumar und Neubrück möglich sein. Der Rather See soll zu einem Freizeitparadies mit Skilift, Kletterwald und Waldsauna werden. Die Eigentümergemeinschaft, die Familie von Stein, hat gemeinsam mit dem Stadtplaner und Architekten Jochen Füge und dem Umweltberater Ingo Althoff ein Konzept entwickelt, das die Bewirtschaftung des 43 Hektar großen Areals mit dem Erhalt des Naturraums verbindet. Der Ausschuss für Stadtentwicklung soll heute einem entsprechenden Bebauungsplanverfahren zustimmen.
Ziel der Planung ist es, im südwestlichen Teil des Sees eine dauerhafte Badenutzung zu ermöglichen. An Tagen wie diesen stürzen sich schon jetzt - allerdings illegal - mehrere hundert Menschen in die Fluten, was nach Angaben der Stadt die Biotopflächen der Uferzone stark beeinträchtigt. Oftmals hinterlassen die Besucher große Mengen Müll am Ufer. Die Pläne der Eigentümergemeinschaft sehen nun eine Dreiteilung des Gewässers vor: Im Süden soll demnach ein Badebereich mit einem 8.000 bis 10.000 Quadratmeter großen Naturstrand und Flachwasserzonen für wenig geübte Schwimmer entstehen. Im mittleren Bereich ist eine 900 Meter lange Wasserski-Anlage vorgesehen, während der nördliche Teil und sein Umfeld als Rückzugs- und Naturraum für die Pflanzen und Tiere angesehen werden.
Unterhalt und Pflege des Strandbades sollen durch die Ergänzung mit diversen Freizeiteinrichtungen gesichert werden. Die Wasserski-Anlage wäre nach den Worten Füges die erste ihrer Art in Köln, die nächsten sind in Langenfeld und Hürth. Insbesondere die Menschen der angrenzenden Stadtteile hegten ein großes Interesse daran, den See künftig legal zum Baden zu nutzen, stellt die Stadtverwaltung fest. Florian von Stein betont, dass das Konzept nur innerhalb eines straffen Zeitplanes umgesetzt werden könne. Die Arbeiten müssten beginnen, bevor im Jahre 2013 die Auskiesung des Baggersees endet. Von Stein rechnet mit Investitionskosten in Höhe von mehreren Millionen Euro.
Artikel von Christian Deppe in der Kölnischen Rundschau am 8. Juli 2010
Lesen Sie hierzu auch den Artikel vom März 2010
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